„Das Licht ist lebendiger Geist“
– Omraam M. Aivanhov



Sungazing ist eine alte Heilmethode, die u. a. durch den Inder Hira Ratan Manek in unseren Tagen wieder entdeckt wurde. Er hat sich intensiv mit dem Sonnenkult in den alten Kulturen beschäftigt und war davon fasziniert, dass nahezu alle alten Völker die Sonne in ähnlichen Ritualen verehrten und deren enorme Heilkraft kannten. So heißt es im Tao Tsang, einer alten taoistischen Schrift: „Die Augen dem direkten Sonnenlicht auszusetzen, bringt dem Gehirn große Vorteile, denn so wird dort die Ausschüttung der lebenswichtigen Essenzen stimuliert.“

Hira Ratan Manek ging diesem Phänomen auf den Grund. Dabei entdeckte er, dass auch in der altindischen Surya-Yogatradition das Sungazing, also das direkte in die Sonne sehen bei Sonnenauf- und untergang, lange Zeit ganz praktiziert worden war. Manek probierte diese Methode aus und kam durchweg zu positiven Ergebnissen. 

Er sieht es als seine Aufgabe, dieses kostbare Wissen den Menschen unserer Zeit wieder zugänglich zu machen, entgegen zweifelnden Stimmen von Seiten der Wissenschaft, die die Sonne rein mechanisch und darüber hinaus rundweg als gefährlich betrachtet. Manek, der fast nur von Lichtnahrung, also von dem Prana der Sonne lebt, ist als moderner Sonnenyogi vollkommen davon überzeugt, dass die Sonne als geistiges Wesen für die Menschen des neuen Jahrtausends von größter Bedeutung sein wird und u. a. auch die Energieprobleme der Zukunft lösen wird.



Das Sungazing kann bis zu maximal 45 Minuten nach Sonnenaufgang und eine Stunde vor Sonnenuntergang gefahrlos praktiziert werden. In diesem Zeitraum ist der UV-Index niedrig und fügt den Augen keinen Schaden zu. Anfänger beginnen mit zehn Sekunden und verlängern diesen Zeitraum täglich um 10 Sekunden. Geübte können zehn Minuten vor und zehn Minuten nach dem Sonnenaufgang in die Sonne sehen. Nur Sungazing-Profis, erhöhen die Zeit, und dies nur unter genauester Anleitung, bis auf 45 Minuten (genaue Infos im Buch).




Meditation bei Sonnenaufgang



In der Brahma-Muhurta, der göttlichen Stunde vor Sonnenaufgang, meditieren Yogis rund um die Welt, da das Prana zu dieser Zeit am reinsten und reichhaltigsten ist. Deshalb ist die Meditation bei Sonnenaufgang die beste Zeit, um die kosmischen Schwingungen und die Kraft der Sonnenstrahlen aufzunehmen. Beginnen Sie mit dieser Meditation fünfzehn Minuten vor dem Sonnenaufgang.

- Setzen Sie sich im Lotussitz in Richtung Osten. Die Hände liegen im Sonnenmudra (Ringfinger und Daumen zusammen) auf den Knien. Praktizieren Sie einige Runden Tiefenatmung. Atmen Sie auf vier ein, halten Sie den Atem auf vier an und atmen Sie auf vier aus.

Spüren Sie in sich hinein und nehmen Sie bewusst Ihren inneren Zustand wahr. Wie fühlen Sie sich? Woran denken Sie? Was beschäftigt Sie gerade am meisten? Lassen Sie mit dem Ausatmen alle Gedanken los.

Schließen Sie die Augen, konzentrieren Sie sich auf Ihr Herzzentrum und atmen Sie die Sonnenstrahlen tief in Ihr Herzzentrum ein. Spüren Sie Ihr Herz als pulsierendes Zentrum der Sonne.

Visualisieren Sie nun die Sonne als leuchtende Energie in Ihrem Herzen. Spüren Sie die Wärme und das Licht. Heben Sie die Arme in Richtung Sonne hoch über den Kopf  und  atmen Sie tief und bewusst ein und aus.

Stellen Sie sich beim Ausatmen vor, dass die Sonnenstrahlen Ihren ganzen Körper durchfluten. Spüren Sie die Leichtigkeit, die dadurch in Ihnen entsteht.

 Falten Sie abschließend die Hände vor der Brust und chanten Sie beim Ausatmen sieben Mal das Sonnenmantra „Hraim“.

(weitere Meditationen im Buch)


siehe auch: www.mariannescherer.de

Marianne Vidya Scherer  •  Sedanstraße 33  •  81667 München

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